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KIEFERORTHOPÄDIE… WIE FUNKTIONIERT EINE KIEFERORTHOPÄDISCHE BEHANDLUNG?

09. Februar 2022 | von Dr. Angelika Frankenberger

 

Kieferorthopädie – wie funktioniert das?

Was ist eigentlich eine kieferorthopädische Behandlung? Erfahren Sie hier, wie die Behandlung bei einem Kieferorthopäden funktioniert.

Viele Patienten wissen nicht genau, wie eine Bewegung von den Zähnen funktioniert. Sie fragen oft, ob Aligner anders sind oder schneller als eine normale Spange. Das ist nicht der Fall. Die Grundlagen der kieferorthopädischen Behandlung sind bei allen Geräten fast gleich. Es geht immer um Druck und Zug auf den Knochen, den Abbau von dem Knochen und dem Anbau von dem Knochen. Auch die Zeit vom Tragen ist entscheidend für die Bewegung. Das ist der große Vorteil von den Alignern. Dadurch, dass sie so dünn und fast unsichtbar sind, sind sie deutlich einfacher zu tragen als andere herausnehmbare Spangen.

Also noch mal zurück zum Thema. Wie funktioniert die Bewegung von den Zähnen mit Schienen? Dies ist bei Alignern ähnlich wie bei allen anderen Spangen. Invisalign ist eine Methode zur Begradigung von Fehlstellungen von den Zähnen der Firma Align Technology. Die Schienen sind aus durchsichtigem Kunststoff. Man nennt sie Aligner. Bis heute wurden mehr als 10 Mio. Menschen weltweit mit Invisalign Alignern behandelt. Im Prinzip funktioniert Invisalign genauso, wie alle anderen Zahnspangen auch. An der Stelle, an der die Schiene an den Zahn drückt, bewegt sich der Zahn. Es findet auf einer Seite ein Knochenabbau statt und auf der Gegenseite ein Knochenanbau. Das haben wir schon in der Schule in Physik und Biologie gelernt. Mehr Info zu dem Thema gibt es bspw. in diesen empfehlenswerten Artikel zum Thema Zahnbewegung.

Wer plant eigentlich die kieferorthopädische Behandlung?

Wenn der Patient in die Praxis kommt, wird der Arzt ihn zunächst untersuchen. Der Arzt schaut, ob die Zähne, das Zahnfleisch und das Kiefergelenk gesund sind. Es darf kein Karies oder auch keine Entzündung vorhanden sein. Wenn alles in Ordnung ist, scannt man den Patienten. Nach dem Scan kann der Patient direkt innerhalb von wenigen Minuten eine Simulation sehen. Das ist eine Vorahnung, wie die Zähne später stehen werden.

Die richtige Simulation, also die Planung des Clinchecks macht idealerweise der Kieferorthopäde selbst. Er wird dabei die Besonderheiten des Patienten beachten. Zum Beispiel, wie der Patient lacht oder was der Patient sich wünscht und was der Patient nicht möchte. Nur so kann man die Standards der kieferorthopädischen Behandlung einhalten. Und dabei alle speziellen Aspekte von dem Patienten berücksichtigen. Die Bewegungen, die errechnet wurden, teilt man in viele kleine Schritte. Align Technoloy stellt zu jedem Schritt einen Aligner her. Es ist essentiell, dass der Arzt selbst die Planung von der Behandlung von dem Patienten durchführt. Nur so kann der, der den Patienten gesehen hat, auch auf die individuellen Umstände eingehen.

Die Vorteile von einer kieferorthopädischen Behandlung:

Die Schienen sind wirklich nur leicht sichtbar. Man kann uneingeschränkt essen, ohne Reste zwischen den Zähnen zu haben. Kaugummis, Bonbons und Gummibärchen, die mit festen Spangen ein No Go sind, sind mit Invisalign kein Problem. Die Behandlung mit Invisalign ist aufgrund der optimalen Passform sehr schnell und tut nicht so weh. Der Nachteil bei der Invisalign Behandlung: es ist eine herausnehmbare Zahnspange! Wenn man seine Schienen nicht trägt, werden sich die Zähne nicht perfekt verschieben. Also muss man sie so viel und so regelmäßig wie möglich tragen.

Wie starte ich mit einer kieferorthopädischen Behandlung?

Falls Sie überlegen sich behandeln zu lassen, vereinbaren Sie einfach einen Termin beim Arzt. Achten Sie auf die offizielle Bezeichnung Fachzahnarzt für Kieferorthopädie. Bereiten Sie sich auf Ihren Besuch vor. Schreiben Sie sich gerne auf, was Sie an Ihren Zähnen stört. Sie können eine Liste mit ihren Beschwerden aufführen. Falls Sie noch andere Symptome, wie Tinnitus, Schwindel, Kopfschmerzen oder ähnliches haben.

Natürlich freut sich der Arzt auch, wenn Sie ihm sagen, was ihnen wichtig ist. Auch Ängste oder Tabus bei der Behandlung können mitgeteilt werden. Zum Beispiel gibt es Patienten, die keine Reduktion von dem Schmelz möchten. Mit dem Scanner kann der Arzt einmal eine Simulation mit ASR und einmal ohne ASR erstellen. Sie sehen die Unterschiede und können sich dann für Ihre Behandlung entscheiden. Manchmal hilft es auch, wenn Sie Bilder von früher mitbringen, bevor sich Ihre Zähne verschoben haben. Eine gute Beratung und Besprechung am Anfang ist sehr wichtig für Sie als Patient!

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